Ich versuche seit gefühlten zwei Wochen, einen ökologischeren Lebensstil zu führen. Dazu soll gehören: Energie sparen (CO2-Fußabdruck), weitgehend Lebensmittel zu kaufen, die nicht zu einer weiteren Überfischung der Meere führen, die Früchte quer um die Welt fliegen, die dazu führen, dass Tiere schlecht behandelt werden...Was davon kann ich einbauen, was beeinträchtigt meinen Lebensstil?
1. CO2-Fußabdruck - das ist viel zu ungenau. Die meisten Sachen die da stehen mache ich ohnehin und - isch 'abe gar kein Auto. Aber: ich fahre derzeit Fahrrad, bei jedem Wetter (die Fahrradfahrer haben alle Recht, die Autofahrer sind total gemein). Ich mache mein eingebautes Hallogenscheinwerfer-Schauspiel in Küche und Bad nicht dauernd an. Ich koche nur soviel Wasser wie ich brauche. Größtes Problem: Espresso kochen. Die Espressokanne ist zu klein für die Herdplatte. gefühlt mache ich damit aus meiner 39er Abdruck eine gepflegte 42. Gibt es da öko-Lösungen?
2. Fisch ist schwierig. Da geht nur der "Deutsche-See"-Tiefkühlfisch, und der ist teuer. Meistens verzichte ich daher. Es ist Apfelzeit, daher ist das mit dem Obst kein Problem, aber was ist mit den Satsumas aus Spanien? Fleisch geht irgendwie gar nicht, gerade, es gibt kaum normale Supermärkte die wenigstens Fleisch mit dem Bio-Siegel verkaufen, jedenfalls nicht in Neukölln. Bei Plus-jetzt-Netto gibt es leckere Sojaschnetzel und Tofu-Bolognese. Aber ob die gentechnikfrei ist - das bezweifle ich.
Heute baue ich eine weitere Energiesparlampe ein und koch ein Lachsfilet aus Aquakultur, das mit dem Ökotest-Siegel sehr gut bewertet wurde. Wahrscheinlich ist aber auch das Humbug, denn die ganze Aquakultur ist ökologischer Irrsinn.
Fazit: bisher schlage ich mich irgendwie, aber man braucht viele Informationen...